Die ganze Geschichte…. Prolog

5.5. Dienstag „Letzte Vorbereitungen“

Yankee schafft es tatsächlich seinen Volvo final zusammen zu setzen und packt all die kleinen hilfreichen Dinge in die praktischen Zarges Boxen, die man fürs Leben im Wald mit alten Autos so braucht.

1 6.5 Mittwoch 3 6.5 Mittwoch

6.5. Mittwoch  “ Der erste Anreisetag“

Am späten Nachmittag startet die Nordfraktion des Team Bedrock von Hamburg mit einem kurzen Tankstopp bei der Spedition Jan Bode, die uns sehr großzügig mit einer kompletten Tankfüllung für den LKW unterstützt, über Braunschweig in Richtung Dresden.

2 7.5. Donnerstag

Nahe der tschechischen Grenze habe ich bei einem Freund auf einem Bauernhof Schlafplätze organisiert und erwarte meine Teamkollegen mit einem kleinen Mitternachtsimbiss und einem Feuerchen. Aus dem Mitternachtsimbiss wird letztendlich ein 02.00 Uhr morgens Imbiss,  der auch noch fast durch ein etwas nachtblindes Teammitglied vereitelt wird… einige der liiiiebevoll zubereiteten Hackepeterbrötchen landen im Dunkeln auf dem frisch gemähten Rasen und sind dementsprechend mit Grünzeug garniert. Die hungrigen Jungs kann das aber nicht abhalten. Nach einer herzlichen Begrüßung und einem „gute Nacht Bierchen“ verziehen sich alle in ihre zugewiesenen Nachtquartiere.

 

7.5. Donnerstag  „Der zweite Anreisetag“

Da mich in meinem gut versteckten Schlafgemach keiner findet, kann ich etwas länger als die anderen an der Matratze horchen. Mein guter Freund Andi, dem das Wolfsgut gehört, hat aber die Lage im Griff und versorgt das Team mit Kaffee.

Frankfon 1484

Ursache

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Wirkung

 

1 7.5. Donnerstag 6 7.5. Donnerstag

Auf dem Hof ist außer uns noch eine Familie zu Gast, die merkwürdigen nächtlichen Besucher werden neugierig begrüßt und da die Welt bekanntlich sehr klein ist,  wird festgestellt, das sich Yankee und Dirk indirekt aus Braunschweig kennen bzw die gleiche Schule besucht haben. … manchmal gibt es komische Zufälle in der Welt.

Nach einem kurzen Fototermin mit Dirk brechen wir auf und ich habe natürlich ganz geschickt wieder ein paar lokale Sehenswürdigkeiten am Wegrand aufgebaut. Diesmal gibt es die weltberühmte mittelalterliche Burg Kuckuckstein in Liebstadt zu bewundern. Die Finesse, das ich unser zweites heimliches Wappentier schon vor der Ankunft in Rumänien ins Spiel bringe, bleibt den meisten Teammitgliedern aber verborgen

 

Kaum an der Burg vorbei sind wir auch schon auf der Autobahn in Richtung Prag unterwegs, zumindest fast… gleich auf der nächsten Raststätte gibt es die bei den Lkw-besitzern so beliebten „Tamagotchis“ bzw Mautzählgeräte. Eine schwäbische Hasstirade auf das System lässt nicht lange auf sich warten. Da wir aber ohne Frühstück losgefahren sind, fehlt es an Energie dadurch fällt der Monolog nicht ganz so inbrünstig aus. Die neue Autobahn ist auf einem kleinen Teilstück immer noch nicht fertig gestellt und so können wir uns wieder auf eine kleine Rundfahrt durch Usti nad Labem (Labe tschech. = Elbe) und entlang an ebendieser einstellen. Die Navis lotsen uns wieder kreuz und quer über Serpentinen durch die Stadt, statt uns direkt am ersten Kreisverkehr geradeaus in Richtung Elbe zu leiten. An der Elbe entlang geht es diesmal staufrei in Richtung Lovosice wo es wieder auf die Autobahn Richtung Prag geht.

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Wir machen eine kleine Frühstückspause beim Restaurant „Zur goldenen Möwe“. Dort sind wir auch schon die letzten Jahre eingekehrt und trotz der vielen Jahre täglichen Trainings haben es die Mitarbeiter noch nicht geschafft, die gelieferten Speisen so aussehen zu lassen, wie sie auf den Bildern an der Theke beworben werden. Aber was solls, Übung macht den Meister, in ein paar Jahren klappt es dann vielleicht.

Wir wären nicht Team Bedrock, wenn es unterwegs nichts zu reparieren gäbe. Bei dem Larstransporter gestaltet sich das Schalten langsam immer schwieriger und bei einem kurzen technischen Halt, wird der Übeltäter schnell gefunden… der Gegenhalter des Schaltzuges hat sich unerlaubt entfernt und wird durch eine leicht modifizierte Unterlegscheibe ersetzt.

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Wir rollen langsam in Richtung Österreich und es gibt auch bei dem zweiten Lkw Probleme beim Schalten. Hier ist aber die Kupplung selbst der Ursprung. Unterwegs wird nur an den Symptomen herumgedoktert und das entsprechende Fluid für die Hydraulik nachgefüllt.

An der Grenze zu Österreich beginnt wieder das beliebte Tamagotchispiel. Diesmal mit einer neuen Ereigniskarte…  obwohl noch Guthaben auf dem Gerät gespeichert ist, das sogar bis auf 1-2 € für die Durchfahrt reichen würde, muss zunächst ein höherer Betrag gelöhnt werden, da das Gerät erst wieder aktiviert werden muss … unser Koch Harms ist kurz vorm überschäumen 🙂 und der schwäbische Kommentar bleibt auch nicht lange aus.

Fireman kommt insgesamt günstiger weg, weil sein Lkw neu zugelassen ist und er ohnehin ein neues Mautgerät braucht… man kann versuchen es zu verstehen, aber ob sich der Aufwand lohnt ist fraglich.

Wir ziehen mit atemberaubender Geschwindigkeit durchs österreichische Weinviertel unserem Campingplatz entgegen. Da diesmal der Start nicht im Schloss Halbturn stattfindet, sondern in der Hells Klamm, haben wir für die ersten Übernachtungen einen neuen Campingplatz ausgesucht.

3 7.5. Donnerstag 4 7.5. Donnerstag

Wenige Kilometer vor dem Campingplatz erwartet uns sehnsüchtig unser Ehrenmitglied Reinhard/ Der Alte Schwede.  Der „Finsterhof„, den er für uns ausgesucht hat ist gar nicht so düster wie es der Name nahe legt. Ein gemütlicher Bauerhof mit Streuobstwiese, auf dem wir natürlich mit unseren Fahrzeugen etwas Aufsehen bei den anderen Campern erregen. Darunter sind auch zwei echte Schweden, die mit unseren Volvos aus Armeezeiten vertraut sind und nicht ganz nachvollziehen können, das wir freiwillig mit diesen Dinosauriern unterwegs sind.

3 8.5. Freitag

Der Alte Schwede, der Campingplatzverantwortliche… mit Neuer Flamme.. 😉

5 8.5. Freitag 4 8.5. Freitag 6 8.5. Freitag

Frankfon 1501

Da das letzte Teamtreffen mit Fahrzeugen „etwas“ länger her ist, zieht sich der Campaufbau in die Länge. Aber nach einer Weile und vielen Rangierkilometern schaffen wir es, das Tarp zwischen den Dreiachsern zu spannen. Bierseelig kommen Ideen auf, den Campaufbau wie in guten alten Zeiten gegen die Stoppuhr zu machen…. aber ohne Mampf kein Kampf und so kommen wir zur nächsten geliebten Bedrocktradition, dem Grillen am ersten Abend….

Grillen…. es ist kein Grill zu finden, von Kohle ganz zu schweigen… was ist los im Hause Bedrock??? … der Harms hat eine gusseiserne Platte für sein Kochfeld… es kommen Zweifel auf, unser passionierter Grillexperte Eumel ist skeptisch… ist das noch grillen? oder eher braten mit einer Pfanne ohne Rand??

Das Ergebnis sprach letztendlich in Form von gemütlich schmatzenden Bedrockern für sich. An dem Abend wird noch das eine oder andere Bier geleert und bis sich der letzte von uns in sein Bett verzogen hat werden noch die Vorzüge von diversen Motoren gehuldigt, hauptsächlich auf schwäbisch 😉  … ich verziehe mich müde in mein etwas groß geratenes Einmannzelt auf der Ladefläche von Firemans Lkw….

8.5. Freitag „Der Ruhetag und Mottofindung“

Obwohl wir unseren „freien“ Tag haben, hält es einige von uns nicht lange in den Schlafsäcken, Herr Schmitz streunt schon gegen 0700 auf dem Campingplatz herum und versucht die anderen Teammitglieder wach zu kitzeln.

Die erste Hürde des Morgens ist die Beschaffung von frischen Backwaren. Wie von Zauberhand taucht eine fliegende Händlerin auf und unser Sprachgenie Monny nimmt sich ihrer an. Weiche schwäbsche Vokale kämpfen gegen kecke Wiener Konsonanten, lange Zeit sieht es nach einem Unentschieden aus aber Monny kann das Match im letzten Satz zu unserem Glück wenden und schafft es frische Brötchen…Wecken oder waren es Semmeln?? zu ergattern. Das erste gemeinsame richtige Frühstück ist gerettet, nach und nach finden sich auch die morgenmuffligsten Bedrocker am Tisch ein und wir genießen unseren Kaffee/ großen Braunen was auch immer in der Morgensonne.

11 8.5. Freitag

Harms macht die Abrechnung für unsere Verpflegung.

7 8.5. Freitag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Danach geht es eher gemütlich daran, die Autos mit unseren aktuellen Sponsorenaufklebern zu versehen. An Firemans Lkw wird mehrfach die Kupplung entlüftet, bis irgendwann der Geberzylinder ausgebaut und fachmännisch gereinigt wird. Monny baut sich nach einem kleinen Einkaufsausflug mit seinem Motorroller eine luxuriöse Schlafstätte in den hinteren Gemächern von Yankees Volvo. Julian assistiert unter Zuhilfenahme seiner geliebten Kettensäge, mit der die Schlafebene millimetergenau eingepasst wird.

Eumel gibt den Navigationscomputern den letzten Schliff

Eumel gibt den Navigationscomputern den letzten Schliff

Fred repariert wieder heimlich die Volvos

Fred repariert wieder heimlich die Volvos

Im Lauf des Tages stellt sich immer deutlicher heraus, das mindestens acht von neun Bedrockern mobbing gut finden. Es gibt ausreichend Gelegenheiten und neun Leute aus allen Himmelsrichtungen mit den unterschiedlichsten persönlichen Unvollkommenheiten bieten genug Anlässe zu kleinen Gemeinheiten.

 

Monny vollendet außerdem die letzten kleinen Details an seinem Computerarbeitsplatz hinter Eumels Navigationszentrale. Von dort aus sollen während der Tour kurze Statusberichte und Fotos in die Zivilisation geschickt werden.

8 8.5. Freitag

gern gesehener Gäste, Volvos mit extra großem Tank.

Am späten Nachmittag machen wir uns in Richtung Hells Klamm zur Superkarpata Kick off Party auf den Weg. Unterwegs tanken wir die Volvos für die am nächsten Tag folgende Überführungsetappe, und dann passiert es……

2 8.5. Freitag

Schüttel den Volvo

Erste technische Defekte… der Harms´sche Volvo hat Fieber, der Zeiger klettert auf nahezu 30° C über Sollwert. Wir stoppen auf einer Wiese neben der Strasse und der Harms versucht irgendwie die Temperatur wieder auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Er vermutet Luftblasen im Kühlsystem und versucht sie mit allen Mitteln aus dem System zu rütteln. Die Temperatur beruhigt sich nach einer Weile, um dann nach ein paar Kilometern wieder exorbitant anzusteigen… das Spiel wiederholt sich mehrere Male und letztendlich wird in der Hells Klamm der Thermostat ausgebaut… wir haben es tatsächlich bis zum Startpunkt geschafft…

Es sind schon viele Teams anwesend, Nici un Pic normal in cap präsentieren sich wieder mit ihren auffällig lackierten Landys und die Damen mit den dazu passenden Haarfarben. Dieses Jahr sind sie neben uns eins der zahlenmäßig größten Teams, insgesamt vier Fahrzeuge in zwei Gruppen, davon eins unbemannt … ob das regelkonform ist?

Einige andere alte Bekannte sind auch schon da… die Sissies Reloaded… die Dirt Devils verstecken sich irgendwo im Wald… wir treffen die Lords of Darkness wieder und begrüßen die Schweizer herzlich. Die Jungs sind in der gleichen Konstellation wie 2013 unterwegs. Neu im Starterfeld sind die norddeutschen Nu Pogodi mit zwei Gas 66, die wir unterwegs öfter zu sehen bekommen.

129.5. samstag

Die Devils sind gut vorbereitet…

Im Gegensatz zu den letzten Jahren bekommen wir heute schon die Gps/ Blackboxen montiert und erhalten für jeden Volvo je ein Packet mit den Sponsorenaufklebern, die streng nach Vorschrift auf dem Fahrzeug verteilt werden müssen. Besonders beliebt ist wieder der Kandidat Motorhaube… keine Ahnung, warum ich auf meiner Stiefelablage und Fußstütze so einen riesigen Aufkleber brauche…

 

Die Betreiber der Hells Klamm haben ein monströses Lagerfeuer errichtet und sorgen zudem für Speis und Trank, ein international eingeflogener DJ wird angepriesen und die schon von einigen anderen Superkarpata warm ups bekannte girlieband trällert sich warm. Wir ziehen erstmal eine kleine Stärkung vor. Julian und mich zieht es an die Bar, nachdem wir der hübschen Dame am Tresen nachtclubtaugliche je 3,-€ für eine Dose Bier ausgehändigt haben, bekommt Yankee Mitleid mit seiner Winchmonkey-brigade und spendiert Käsekrainer und Kartoffelsalat, der eigentlich Bratkartoffeln sein will.

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Der Harms macht noch eine kleine Probefahrt im Gelände, bei der er wegen etwaiger Notfälle per Funk überwacht wird. Zu Glück hat sich das Temperaturproblem in Wohlgefallen aufgelöst. Beruhigt verlassen wir das Festgelände frühzeitig und fahren wieder auf unseren Campingplatz um noch etwas Kraft zu tanken.

Obwohl ich die letzten Tage ziemlich gelassen war, steigt jetzt nachdem wir viele der anderen Teams getroffen haben doch langsam die Aufregung merklich an.

 

9.5. Samstag “ Showstart und Überführung“

1 8.5. Freitag

Ich komme nicht „aus “ meinem Schlafzimmer raus.

Wie gewohnt stehen wir zeitig auf, jeder nutzt ein letztes Mal die Sanitären Einrichtungen des Finsterhofs, die den groben Charme der frühen 80er versprühen. Es gibt ein spartanisches Frühstück und die Volvos werden final gepackt. Ich habe als Cheflagerist ein perfektes Packsystem für Firemans Volvo entwickelt und es nach bestem Gewissen umgesetzt…. bis mir irgendjemand zwei Kartons mit Coca-Cola Eisbären unterjubelt…. zu Glück ist das Packsystem flexibel, es besteht aus einem Dachdeckerfangnetz von einem Baugerüst, das anstelle der originalen Trennwand gespannt ist. Alles was meinem Wohlbefinden im Weg ist, wandert einfach von meiner guten Seite auf die böse dahinter.

Wir machen uns diesmal ohne technische Zwischenstopps auf den Weg zur Hells Klamm. Dort angekommen bahnen wir uns erstmal den Weg zur Bühne für die Teamvorstellungen und werfen etwas Ballast ab. Die Runde im Fahrerlager ist größer geworden, der riesige Holzhaufen wurde komplett abgefackelt und wie man es einigen Jungs ansieht, scheint es in der Nacht hoch her gegangen zu sein. Ziemlich zentral auf dem Platz präsentieren sich die Fahrzeuge des Team Tibus. Zwar unscheinbar lackiert aber trotzdem kaum zu übersehen der Unimog, als 404 angemeldet… naja die Lampen könnten original sein 😉 daneben die hochbeinigen Defender … alle drei sorgen für viel Gespächsstoff bei den anderen Teams.

109.5. samstag 119.5. samstag

Da die meisten Gps/Blackboxen gestern schon montiert wurden, geht es heute für Georgs Verhältnisse ziemlich schnell zur Sache bzw zur offiziellen Teamvorstellung. Bei der gibt es gleich mal eine Änderung, wir haben uns aus gutem Grund vorgedrängelt!

Als Team Bedrock sind wir ja schon seit ein paar Jahren unterwegs und hatten bei sehr vielen Abenden an Lagerfeuern, Ratskellern, Forentreffen etc genug Zeit auf alberne Ideen zu kommen. Es keimte immer wieder der Gedanke von einen kleinen Bedrock- merchandise auf. Es sollte dort unter anderem Bed-wäsche geben und von dem rumänischen Bergen Bier inspiriert, ein Bedrock Bergebier… letzteres hat unserem Hanseaten Harms und dem Fireman keine Ruhe gelassen….

39.5. samstag 19.5. samstag

Yankee stellt erstmal wie gewohnt unser Team vor, alles wie immer, gleiche Besetzung. Dann übernimmt der Harms das Mikrofon und bedankt sich bei den anderen Teams für den Teamspiritaward, der uns den diesjährigen Start ermöglicht hat. Jedes Team erhält von uns als Dankeschön je Fahrzeug drei Dosen Bedrock Bergebier, die bei Bedarf bei uns für verschiedene Hilfeleistungen zurückgetauscht werden können. Eigentlich ein genialer Schachzug, von den anderen Teams unsere Biervorräte durch die Karpaten kutschieren zu lassen, der aber letztendlich nicht ganz aufgeht.

Nici un Pic normal in cap haben eine ähnliche Idee und spendieren für jedes Team eine große Keksdose voll mit feinster Schweizer Schokolade, so sind je nach Befinden die menschliche Grundbedürfnisse erstmal abgedeckt. Die restliche Teamvorstellung geht recht schnell von statten, manche wie Korridor Express haben nach der langen Ruhepause Probleme sich an die Namen ihrer Teamkollegen zu erinnern.

49.5. samstag

Haben wir schon gewonnen?

Direkt im Anschluss gibt es eine Sonderprüfung, eine Art Schnitzeljagd, wir müssen per GPS einen Punkt im Wald finden, von dem es dann per Kompasspeilung weitergeht. An unserem Ziel wartet ein Baum auf uns an dessen Stamm ein Schild befestigt ist, das wir kletternder Weise bergen sollen. Die genaue Höhe wissen wir nicht und so schleppen Julian und ich mein komplettes Kletterzeug querfeldein durchs Unterholz. Eumel findet unsere Zielkiefer recht schnell. Das Schild ist in ca 4m Höhe mit einem Zurrgurt befestigt, den wir nicht beschädigen dürfen. Wir legen Schlingen um den Stamm, die Julian wie eine flexible Treppe nutzt. In kürzester Zeit ist die Aufgabe erledigt und wir können uns mit der Zeitgutschrift für den ersten Korridor, in die Überführungsetappe stürzen.

59.5. samstag69.5. samstag

79.5. samstag

Harms die Schlingpflanze

89.5. samstag

Julian sichert uns die Zeitgutschrift

99.5. samstag

Eleganz am Nadelbaum

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Start gibt es wie jedes Jahr die Informationsmappen mit den Zielkoordinaten und ein Päckchen mit Proviant. Wohl wissend in welche Schlangengrube wir uns aufmachen, verweigert mir Georgs fesche Nichte Laura innige Abschiedsküsse… auch wie jedes Jahr…

Irgendjemand von der Orga kommt noch auf die Idee, das wir unsere Pomerania Aufkleber der letzten Jahre entfernen oder abdecken sollen. Da wir nicht für eine gewisse gps trophy Werbung fahren ignorieren wir die nette Anweisung geflissentlich. Die trifft auch bei vielen anderen Teams auf taube Ohren und schürt zivilen Ungehorsam, der zuweil lustige Blüten treibt… ein Team zum Beispiel klebt mit ca 5mm breiten Gaffastreifen nur den Schriftzug Pomerania  und die Webseite des Veranstalters ab.

Wir verabschieden noch unseren Ehrenbedrocker Reinhard nebst Freundin und machen uns auf den weiten Weg nach Rumänien. Naja fast… erstmal scheitert unser Aufbruch wieder an der Stromlosigkeit von Yankees Volvo und bis zum nächsten technischen Stopp soll es auch nicht lange dauern. Nach wenigen Kilometern auf der Autobahn vernehme ich den dezenten Geruch von verbranntem Kunststoff. Während ich überlege was die Ursache sein könnte und ob es eventuell an meinen Packkünsten liegt, meldet sich auf Firemans Armaturenbrett zaghaft ein rotes Lämpchen.  An einer Tankstelle bietet sich Gelegenheit der Ursache auf den Grund zu gehen und siehe da, der obligatorische Öldruckschalterwechsel steht an. Mittlerweile fehlt nun nur noch der dritte im Bunde…  bei Harms Volvo streikt das Magnetventil, das für die Allradabschaltung zuständig ist. Julian ist das Geratter im Antriebsstrang zum Glück aufgefallen und so nutzen wir die Pause gleich um das Ventil zu revidieren und neu zu verkabeln, dazu muss allerdings die Harms´sche Heizzentrale ausgebaut werden. Wir sehen die anderen Teams auf der Autobahn vorbeiziehen. Es ist ein gutes Stück Luftlinie bis zur Autobahn aber der Tibusmog macht ein Geräusch aus seinen 580 PS, als ob er direkt neben uns die Hölle aufgeht. Nach einer knappen Stunde Bastelzeit kann es endlich weiter gehen.

 

139.5. samstag

Eine kleine Pause…

An der österreichisch ungarischen Grenze nimmt Firemans Volvo nur noch schwer Gas an bzw entfaltet nicht sein ganzes Leistungspotential. Das kennen wir irgendwie auch noch vom vorletzten Jahr. Ich versuche während der Fahrt an den Tankentlüftungsschläuchen mein Glück, ziehe einen ab und sudel mein Abteil mit Benzin voll 🙂 zum Glück verdunstet es schnell auf dem vom Auspuff aufgeheizten Bodenblech. Meine Bemühungen bleiben erfolglos, auch das bandagieren eines geknickten Schlauches mit Gaffa bringt nichts… wir müssen doch anhalten und die eigentlichen Übeltäter sind schnell gefunden. Die Benzinfilter haben einen dezenten Farbwechsel in Richtung seeeeehr schwarz hinter sich und verweigern Durchfluss. Mittlerweile regnet es relativ kräftig, was den Reparaturfortschritt günstig beeinflusst. Nach einer Weile rollt der Konvoi wieder, bis wir vor Budapest in einen Stau geraten. Yankee erreicht ein erster Bergebier Mayday Funkspruch… ein Team hängt mit Reifenschaden an einer Tankstelle fest. Wir können aber nicht viel machen, da zum einen der Stau etwas stört und zudem an dessen Ende eine Vollsperrung wegen Unfall auf uns wartet. Das Team wird getrennt, die Volvos müssen auf die Landstrasse und die Lkw´s dürfen auf der Autobahn bleiben. Es geht nur langsam vorwärts, wenige Kilometer vor Budapest können wir wieder auf die Autobahn. Die Fahrt bis zum Grenzübergang Nadlac zieht sich ewig, dort stehen natürlich wieder die Mautformalitäten an. Unser lieber Harms hat diesmal Glück und wird von der Frau an der Kasse diesmal nicht angeschrieen, wie an der vorherigen Grenze. Den Volvos geht nach der langen Überführung langsam der Sprit aus, Julian hat vorsorglich und notwendigerweise in Ungarn bei unserer letzten Rast getankt, aber bei den Dreiachsern ist es schwer abzusehen wie weit sie noch kommen. Direkt an der Grenze wollte keiner tanken und bei den nächsten Tankstellen gibt es nur 95 Oktan. Wir haben über 100 km bis Lugoj und es kommt was kommen muss… Firemans Tank ist leer, es wird aus dem Kanister nachgefüllt. damit kommen wir wieder ein Stück 🙂 aber nicht bis zu unserem Ziel… der Harms hilft uns mit seinem Reservekanister weiter. In Lugoj finden wir endlich eine Tankstelle, die den Durst der Volvos nach 98 Oktan bedienen kann. Allein Firemans Volvo frisst 214 Liter, Yankees wahrscheinlich nicht viel weniger und der Harms begnügt sich mit 80 L plus „etwas“ Reserve, die hinten in Firemans Volvo gebunkert wird… für die Uhrzeit, es ist so gegen 0200 Morgens kein schlechtes Geschäft für den Tankwart.

Frankfon 1530

Wir werden von einigen SK Crewmitgliedern erwartet und nach einem Schlummer-Bergebier baue ich mir gegen 0330 Ortszeit mein Schlafgemach. Die anderen haben noch Energie zum quasseln und lassen sich die News von der Überführungsetappe berichten. Es geht immer hin und her… die Devils sind raus…. die Devils sind doch noch im Rennen… die Devils…. ich stell mich tot und schlafe.


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