Die ganze Geschichte…. die II. Etappe

14.5. Donnerstag “ Start Zweite Etappe“

 

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herzlichen Dank an den Herrn Schmitz für die geruhsame Nacht

Nach einer kurzen Fahrerbesprechung kann es losgehen, Georg möchte das die Teams in umgekehrter Platzierungsreihenfolge starten. Das bedeutet das wir fast als erste losmüssen, unser Parkplatz ist aber etwas ungünstig gelegen und wir kommen nicht aus unserer Ecke heraus. Die Crew hat ein Einsehen und so müssen wir für die Korridorplanung nicht vom Platz. 4 14.5. Donnerstag 5 14.5. Donnerstag23 14.5. Donnerstag6 14.5. Donnerstag

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der Endgegner

Beim Starten gibt es auf einmal ein kleines elektrisches Problem, diesmal bei Fireman… kein Saft da…. es wird nur das Symptom behandelt und er bekommt Starthilfe, damit es losgehen kann. Wir fahren einige Kilometer zurück in Richtung Orsova und biegen nach einer Weile in eine sehr staubige Forststraße ab.

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( Die etwas später heimgekehrten Team Saurer und Red Ants…)

Es müssen große Abstände gehalten werden, damit überhaupt etwas zu sehen ist. Nach einer Weile meldet sich wieder Firemans Elektrik. Die gerade erst getauschte Lichtmaschine macht Zicken. Wir halten am Wegrand, zum Glück ist noch eine 80 A Lichtmaschine vorrätig. Es wäre sinnvoller gewesen, schon im Camp nach der Ursache für die Stromlosigkeit zu suchen, jetzt geht die Reparaturzeit von der Fahrzeit ab.

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24 14.5. Donnerstag

Einige Teams fahren an uns vorbei, die Sissies und auch N.u.p.n.i.c bieten Hilfe an, aber wir bzw Fireman hat die Lichtmaschine im Griff. Nach einer Weile kann es weitergehen und wir tauchen wieder in die grüne Hölle ein, über uns kreist der Hubschrauber mit Kamerateam. Eigentlich sollte der doch besser vorne sein wo etwas passiert und nicht bei uns die „nur“ hinterherzuckeln… an ein paar Serpentinen stellt sich heraus, wir zuckeln gar nicht, sondern andere. Plötzlich sind wir wieder vor den Sissies, die sich offensichtlich an ein paar ungünstigen Wegen versucht haben. Wir lassen die Jungs bei einer günstigen Stelle vorbei, auf ein Mal sind auch die N.u.p.n.i.c.s hinter uns. Sie sind aber entspannt und wollen noch nicht vorbei, so schaukeln wir eine Weile vor ihnen bergab hin und her. Wir müssen gelegentlich kurz sogar bergab die Seilwinden einsetzen. Der Weg zwingt die Volvos ab und zu mit seinen tiefen Spuren und dem matschig lehmigen Boden in die falsche Richtung, da muss gegengesteuert werden.

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Da in den Karpaten öfter aus dem Nichts ein kleiner Bachlauf auftaucht erwischt es uns natürlich auch hier und es geht gemütlich schaukelnd in einem moderat groben Bachbett weiter, die maximale Korngröße beträgt um die 25cm. Es gibt um uns herum zu viele Möglichkeiten wie der Weg weitergehen könnte, Fred scoutet viele davon und entscheidet sich für einen Weg außerhalb des Baches. Es müssen wegen umgestürzten Bäumen viele kleine Schleifen und Umwege gefahren werden, das ist insgesamt zeitsparender, als jedes mal die Säge anzusetzen.

14 14.5. Donnerstag

Wir kommen gut voran und genehmigen uns an einem großen Holzumschlagplatz eine kleine Pause mit Imbiss. Es ist sonnig und warm, überall liegen Buchenholzstücke herum und betteln uns an eine runde Volvo fahren zu dürfen. Team Bedrock hat ein Herz für heimatlose Buchenscheite und so dürfen einige von ihnen mitkommen. Aros kommen uns entgegen, sie haben alle Wege (?) ausgekundschaftet und wollen lieber die Strafkilometer durch eine Insel kassieren, als weiter zu suchen. Wir lassen uns nicht abhalten und fahren noch ein Stück auf der bequemen Forststraße, die schnell zu einem schlammig kurvigen Rückeweg mit vielen Abzweigungen wird. Wir lassen uns nicht verleiten die vielen zeitraubenden Sackgassen zu probieren. An vielen Stellen sieht man zu deutlich, das die Wege frisch sind und nicht weit in den Wald führen.

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8 14.5. Donnerstag

Das Waldstück scheint verhext, mit einem Mal ist auch unser toller Weg zu Ende. Wir schwärmen aus um eine Stelle zu finden an der es weiter geht. Fred verschwindet wie immer irgendwo im Dickicht. Plötzlich tauchen hinter uns wieder die Sissie- Devils auf… und sind nach einem kurzen brainstorming der Navigatoren ebenso schnell wieder im Unterholz verschwunden. Der Weg dem wir gefolgt sind und der eigentlich auch viel versprechend war hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, wir stehen vor einem sehr jungen Waldstück, in dem es kein Durchkommen gibt. Fred erkundet die Umgebung und es ist extrem schwer nachzuvollziehen wo er eigentlich ist. Ich gehe zum Beispiel davon aus, das er das Waldstück mit den jungen Bäumen durchquert hat und auf der anderen Seite den Weganschluss gefunden hat auf dem es weitergeht. Weit gefehlt! Es geht ein Stück Weg zurück und wir können die Spuren der Dirt Sissies einen kurzen aber steilen Anstieg hinauf noch erahnen. Auf einmal weiß Steffi 3000 das sie mit Fred schon einmal dort war und wir sind uns in Sachen „Wo ist Fred“ wieder sicherer. Warum dieses Wissen nicht früher geteilt wurde, ist ein Geheimnis, das für ewig auf diesem Berg die Zeit überdauern wird.
Kurz vor einem neuen Laubbaumdickicht nehmen wir Fred wieder im Empfang, eine Wand aus 15cm dicken Bäumen steht vor uns, aber irgendjemand hat hier einen bedrockwürdigen Wegebau betrieben, war aber mit deutlich kleineren Fahrzeugen unterwegs, hier und da schrammt es an der historischen Außenhaut der Volvos. Ein Gerücht, das onespirit den neuen Wanderweg angelegt haben bleibt unbestätigt.

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15 14.5. Donnerstag 25 14.5. DonnerstagNach dem jungen Waldstück, folgt wieder „alter“ Wald, es geht steil bergab und der Himmel öffnet kurz seine Schleusen, es hagelt, unbeirrt schlängeln wir uns zwischen Buchen wie beim Riesenslalom abwärts. Es gibt keinen offensichtlichen Weg, selbst die Sissies kämpfen sich um die Buchen herum und sichern die Landys gegen umkippen. Ecki von den Devils ist mit seinem 90er schon weiter voraus, es wird aber von einer Reifenpanne berichtet. Ich mache mich mental auf einen extremen Abstieg bereit, trinke meine letzte aufgesparte Dose Redbull um für den Anschlage- und Seilwindenmarathon gewappnet zu sein. Die Dose ist gerade geleert, da wird ein großes Wendemanöver gestartet und die talwärtigsten Volvos klettern wieder ein Stück bergauf. Der Abstieg soll erst am nächsten Morgen bewerkstelligt werden. Es wurde beschlossen die Nacht im Hang zu campieren… aber ich bin noch gar nicht müde!!! Wir bauen das Camp so gut es geht auf, an die Neuschwansteinformation ist nicht zu denken. Es gibt kaum zwei zusammenhängende ebene Quadratmeter.

33 14.5. Donnerstag 34 14.5. DonnerstagJulian und ich bauen behelfsmäßig ein Tarp auf um die Küche vor eventuellen neuerlichen Niederschlägen zu schützen. Das Camp ist gerade aufgebaut, da kommen die Lords of Darkness in der Dämmerung den Berg herunter. Wir laden die Jungs herzlich auf ein Abendessen ein. Sie wollen unbedingt weiter, weil sie befürchten das regen in der Nacht die Abfahrt am Morgen noch beschwerlicher machen könnte.

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Die LoD nehmen nicht den Weg der Devil-Sissies rechts herum, sondern den linken Weg, den wir am nächsten Morgen auch nehmen wollen.
Gegen 19.00 Uhr fängt Der Harms (endlich) an das Abendessen zu kochen. Julian zündet sein Instantlagerfeuer aus den mitgebrachten Buchenscheiten, Kaminatmosphäre mitten im Wald.

28 14.5. Donnerstag        22 14.5. Donnerstag 16 14.5. Donnerstag 17 14.5. DonnerstagDer Harms schnibbelt uns um die futterlose Wartezeit zu überbrücken einen schönen Hirtensalat mit frischen Gemüse aus Orsova und Schafskäse, die Jungs stürzen sich wie Hyänen auf den Salat 🙂 Als Hauptgang gibt es Kalbsgeschnetzeltes unseres Hauptsponsors mit Spätzle, wobei ein gewisser Schwabe in der Gruppe wahrscheinlich mit der Darreichungsform der Spätzle unzufrieden ist, aber er hält sich vornehm zurück.

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32 14.5. Donnerstag

Wir sitzen noch eine Weile am Feuer, es ist schwierig in der Hanglage eine sichere Sitzposition zu finden und ich bekomme langsam eine böse Vorahnung, wie sich die Nacht im quer zum Hang abgestellten Volvo gestalten wird. Die Vorahnung erfüllt sich zu 110% , mir steht eine Nacht technisch anspruchsvollen Schlafens bevor. Es ist schwierig die Balance zwischen entspannt einschlafen und sich gegen die Fahrzeuginnenwand zu stemmen damit man nicht wie ein nasser Sack zusammenrutscht, zu finden. Gerade als ich mein Licht aus machen will bemerke ich eine dicke Kreuzspinne, die über mir anfängt ein Netz zu bauen… das geht so natürlich nicht. Bei uns wird zwar Gastfreundschaft groß geschrieben, aber Arachniden gehören gemobbt und so fliegt der Achtbeiner raus. Gute Nacht.

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15.5. Freitag “ Das Bachbett“
Nach der unbequemen Nacht fällt das Aufstehen nicht sonderlich schwer, es hat entgegen den Befürchtungen vom Vortag nicht weiter geregnet. Es gibt ein kurzes Frühstück, bei dem ein netter Kuckuck für die Hintergrundbeschallung sorgt.

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Dann machen wir uns an den Abstieg. Wie vorausgesehen ist der Hang ordentlich steil und der Weg führt ziemlich gerade ins Tal. Der Harms wird wegen der Überschlagstendenz der Zweiachser von Yankee hinten gesichert, die Dreiachser fahren so, wobei Yankee eine kleine Rutschpartie hinlegt, Fireman bekommt die Abfahrt etwas kontrollierter hin. Die Aktion hätten wir fast auch noch gestern Abend bewerkstelligen können, so etwas ist aber immer schlecht voraus zu planen und ausgeruht ist es ohnehin sicherer. Unterdessen findet Fred sogar noch etwas Zeit unter Yankees Volvo zu chillen…

 

23 15.5. Freitag

Wir kommen an eine kleine Bachdurchfahrt an zwei Blockhäusern, die wohl sonst von Schäfern genutzt werden. Fred scoutet wie immer und führt uns in ein verlassenes Tal, gelegentlich müssen wir im Bach fahren, dann geht es wieder über Streuobstwiesen. Die Landschaft um uns ist herrlich, bis wir die Wiesen verlassen und in ein schmales Tal einfahren.

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Der Weg kreuzt den Bach ständig, manchmal ist es besser einfach im Bachbett zu bleiben, das ist aber zunehmend mit Felsbrocken verziert, deren Größe nahezu an die unserer Räder heranreicht. Die Fahrer kämpfen und müssen teilweise auf Grund des Gestrüpps am Ufer blind in die Böschung eintauchen. Der erste Fahrer hat es hier am schwersten, die nachfolgenden können dann meist schon die Route etwas optimieren.

7 15.5. Freitag                 8 15.5. Freitag 9 15.5. Freitag 5 15.5. FreitagEs geht sehr langsam voran und zum Überfluss kommen wir an eine Stelle wo der weg eine starke Seitenneigung aufweist. Die Dreiachser werden am Dachträger gesichert, beim Harms ist das nicht so einfach möglich. Bei seinem Volvo wird die Sicherung einfach durch die Dachluke gezogen. Yankee ist der letzte im Konvoi und fährt etwas weit links, bei ihm kommen maximale Sicherungsmaßnahmen zum Einsatz, alle Umlenkrollen und die Frontseilwinde dürfen zusätzlich zur seitliche Absicherung mitspielen.

15 15.5. Freitag

 

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Julian betreibt Wegebau und schaufelt Erde und große Steine um an neigungsstarken Stellen das Risiko etwas zu minimieren. Das Umlenkrollenkonstrukt muss trotzdem mehrfach umgehängt werden. Danach geht es im Bachbett weiter, Harms ist mit Fred schon voraus gefahren, die Brocken im Bach werden größer und größer und die Holperpiste will einfach nicht aufhören.

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25 15.5. Freitag 24 15.5. Freitag

Uns könnte jetzt eine kleine Zeitgutschrift durch eine Sonderprüfung nicht schaden, aber wir sind immernoch zu weit vom Checkpoint entfernt. Die Sicherungsarbeiten und das schwere Gelände haben zu viel Zeit gefressen, mittlerweile wird der Checkpoint nicht mehr betreut.

28 15.5. Freitag

Endlich können wir das unseelige Bachbett verlassen, wir fahren über eine große Wiese und dann über eine kleine Kuppe ins Nachbartal. Es geht einen erst angenehm sandigen kurvigen Hohlweg hinab, der aber zunehmend schlammiger wird. Nach einer kurzen Bachdurchfahrt bleibt der Harms unten im Tal und die zwei Dreiachser folgen einem Weg bergauf. Bei Yankee ist der Sprit alle und wir müssen kurz nachtanken. Es geht weiter durch die hügelige Landschaft bergauf. Der Harms teilt uns über Funk mit, das sich die Wege nach einer Weile wieder treffen und erzählt etwas von einem Bauernhof an dem er warten würde… wir sind auch an einem Bauernhof an einer verschlossenen Schranke. Das ergibt alles wenig Sinn. Ich schaue hinter mir ins Tal und denke das der Harms nie vor uns hier angekommen sein kann. Ein benachbarter Hügel wird erklommen um Ausschau zu halten und siehe da, der Treffpunkt ist in Sichtweite. Über verwilderte Streuobstwiesen schließen wir wieder zu unserem Koch auf.

18 15.5. Freitag 32 15.5. Freitag 34 15.5. Freitag

21 15.5. Freitag                             33 15.5. Freitag

Wir fahren durch eine sanft hügelige Landschaft und machen auf einer saftig grünen Wiese am Wegrand Kaffeepause. Um uns herum sieht es aus wie im tolkienschen Auenland, ich erwarte das jederzeit eine Gruppe Hobbits vorbeimarschiert. Statt dessen gibt es ein paar rumänische Landschaftspfleger, die in der Ferne mit Rasentrimmern hantieren. Ein Sinn erschließt sich mir nicht, außer, das nach einem Vorwand gesucht wurde um sich zum Grillen zu treffen. Etwa 50m den Weg zurück steht ein Pferdewagen, daneben ein Tisch mit einem stattlichen Berg Mici… bei dem Gedanken an Buzys Mitbringseln zu den jährlichen Volvotreffen des C303 Forums läuft mir das Wasser im Mund zusammen. … wir sind ja aber bei einer Trophy unterwegs und nicht bei einem gemütlichen Grillabend bei Nachbars…

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Es geht also weiter und es gibt einen kleinen Beifahrerringtausch… Steffi fährt jetzt bei uns mit, schon kurz nach dem Einsteigen stellt sie Forderungen und verlangt nach süßem.. Nach dem nicht eingehaltenen Tausch von gestern: Apfelschorle gegen Redbull denke ich gar nicht daran die mittlerweile raren Energieriegel herauszugeben. Für Steffi gibt es eine herrlich in der Dachablage gereifte Minisalami, die seltsamerweise ohne Murren verspeist wird??? Nunja…in der Not…
Auf ausgewaschenen Wegen fahren wir bergauf und suchen nach einem Weg ins nächste Tal, notfalls auch außerhalb des Korridors.

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Oben auf dem Bergrücken biegt der Weg um 180° ab, nach einem mehrzügigen Wendemanöver fährt Fireman vor und etwa 1 km später merkt Fred, das es doch der falsche Weg ist, bzw der Weg in die falsche Richtung führt. Also geht es wieder zurück, allerdings fehlt es auf dem schmalen Weg an einer Wendemöglichkeit und so geht es langsam aber stetig rückwärts zu Ausgangspunkt zurück, wo Yankee und Harms warten. Wieder vereint fahren wir weiter auf dem Bergrücken an der Waldgrenze entlang über mal mehr oder weniger steile Wiesen hinab. Es werden kurz Erinnerungen an 2012 wach. Aber es passiert nichts, die Volvos dampfen im Schubbetrieb gemütlich über die Wiesen, der Harms muss manchmal kurz über Funk angewiesen werden nicht so zu rasen.

Der Weg auf dem Bergrücken nähert sich langsam seinem Ende und vor uns geht es steil ins Tal hinab. Rechts von uns sind ein paar kleine Ackerflächen eingezäunt, der dort arbeitende Bauer rät uns von dem Weg ab. Nach einer kurzen Beratung mit unseren Navigatoren lässt er kurzerhand seine Arbeit liegen, steigt in Yankees Volvo ein und zeigt uns einen gut fahrbaren Weg in die nächste Ortschaft Putna. Wir bleiben sogar innerhalb der Korridorgrenzen. Der Weg abwärts ist von kleinen Weideflächen gesäumt und unten angekommen deutet der Bauer in eine Richtung … mi casa, mi casa… es bleibt unklar ob er das Haus direkt neben uns meint, oder ob er bis nach Hause gefahren werden will. Unsere Wege müssen sich leider trennen, wir wollen genau in die andere Richtung, was bei dem Bauern irgendwie auf wenig Verständnis trifft. zumindest versucht er jeden der drei Volvos in die von ihm für richtig befundene Richtung zu dirigieren. Ab jetzt bewegen wir uns auf Forststraßen weiter, ich habe schon lange den Überblick verloren ob oder wann wir im Korridor unterwegs sind. gegen 1800 ist unsere Gesamtfahrzeit für die Etappe abgelaufen, wir kassieren munter Strafkilometer, zudem wird auch noch der Kraftstoff knapp. Während wir einige kleine Ortschaften durchfahren, kommen wir endlich dazu einige unserer Mitbringsel zu verteilen. Die Kroschke Stiftung hat uns wieder reichlich mit Karpatenbären und Taschen ausgestattet.

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Wir halten Ausschau nach einer Tankstelle und einem Nachtlager. Die Tankstelle finden wir schneller, dort gibt es aber wieder einmal kein 98 Oktan. Die dünne Plörre strecke ich mit unserem letzten Kanister guten 102er, hoffentlich gibts da keine Verstimmung im Verbrennungstrakt. Die Umgebung ist nicht besonders einladend, wir müssen noch etwas Ausschau halten um einen schönen Schlafplatz zu finden. Auf den engen Forststraßen kommen uns immer wieder große Lkws entgegen, wir müssen uns an den Wegrand quetschen, die Manöver rauben Tagesfahrzeit. Um so zügiger wird dann gefahren wenn der Weg frei ist. Die Piste gleicht teilweise dem Peckfitz Außenring und ist mit tiefen Pfützen gesät, Harms Heck hüpft vor uns wie ein Känguru.
Es dämmert schon als wir an eine kleine Kreuzung kommen, die unser Schlafplatz werden soll. Nicht unbedingt die Traumlocation für den letzten Abend draußen in der Wildnis… aber wir wollten noch möglichst nah in Richtung Ziellinie kommen, um am nächsten Tag ausreichend Zeit zu haben.
Die Stimmung ist gedrückt, die zweite Etappe hatten sich alle anders vorgestellt… aber wie es so oft im Leben ist, es gibt trotzdem immer etwas auf das man sich freuen kann…
In unserem Fall das Abendessen, das uns von unserem lieben Koch bereitet wird. Fast schon traditionell gibt es Rouladen aus dem Hause Schwieger mit handgerollten Klößen an einem Dialog von Rotkraut und Äpfeln.

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Der Harms ist sichtlich überrascht, wie schnell seine mühsam gerollten Klöße (ca30…) in Bruchteilen von Minuten weggeputzt sind… und irgendwann kommt dann der Moment, in dem einige von uns registrieren, das eine letzte unschuldige kleine Roulade in der großen Pfanne auf ihren Endgegner wartet. Man muss in so einer Situation natürlich etwas Anstand wahren und abwarten bis alle ihren Pflichtteil aufgegessen haben, dann kann man sich der Kür widmen. Bzw könnte, rund herum werden verschiedene Techniken angewandt, Yankee versucht es mit Telekinese… und scheitert, Fred ist noch von der ersten Portion gelähmt, Eumel ist unschlüssig ob er nicht lieber doch erst eine Pfeife rauchen will… Ich mache mich gerade mental dazu bereit, so unbeteiligt wie möglich zu erscheinen, aufzustehen und dann wenn es grade keiner erwartet gaaaanz beiläufig dieses kleine zarte Stück Fleisch auf meinen leeren Teller zu befördern. Als sich Fireman mit starrem Blick auf die arme kleine Roulade erhebt und mit einem gezielten Streich der Gabel in seiner Rechten das begehrte Stück auf seinen Teller bringt. Schockiert durchfahren mich Gedanken, …wie jetzt?? …das kann doch nicht!! …wir hatten doch früher nüscht …oooch nein zu spät. Es lohnt sich nicht dagegen aufzubegehren, ich kann seiner Erscheinung nichts entgegensetzten und will abseits der Zivilisation auch nicht mein Glück herausfordern. So gibts halt eben nur einen Nachschlag Apfelrotkraut.

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der wichtigste Mann des Abends!! Knödel-Harms

 

 

16.5. Samstag „Finale“

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Obwohl Wochenende ist, stehen wir sehr zeitig auf um die volle Tagesfahrzeit bis zur Zielline ausnutzen zu können. Unsere Gesamtfahrzeit ist zwar seit gestern Abend abgelaufen und wir kassieren je zusätzlich gefahrener Stunde 10km Strafe, aber irgendwie müssen wir ja zur Ziellinie kommen. Wie schon gestern abend fliegen die Volvos über die engen Forststraßen. Die Nerven liegen blank, von Yankee wird angedroht, das es keine Pausen geben wird… eine gute Gelegenheit für Firemans Öldruckkontrollleuchte, sich einmal mehr ins Gespräch zu bringen.. sie flackert munter in ihrem unheilvollen Rot. Wir kämpfen uns auf der gut ausgebauten Forststraße durch die Wälder. Der Weg zieht sich in langen Serpentinen bergab, immer wenn man denkt es geht endlich auf einer Höhenlinie weiter, kommt eine neue Kurve und man dreht noch eine „Ehrenrunde“. Yankee ist voll im Stress wegen der dahinstreichenden Fahrzeit, jeder kurze Stop wird sofort am Funk mit entsprechenden Fragen quittiert, aber manchmal muss man eben einfach mal an einer Kreuzung nach der richtigen Richtung schauen oder die gesammelten Müllvorräte der Mannschaft entsorgen, wenn sich die Gelegenheit bietet. 😉

Mittlerweile haben wir die Forststraße gegen asphaltierte Landstraßen getauscht, entsprechend schneller kommen wir voran. Die Straße führt an einem Stausee (Lacul Gozna) vorbei, einige teuer aussehende Ferienressorts säumen das Ufer. Wir haben leider keine Zeit das näher zu erkunden und kreuzen den Korridor quer in Richtung Slatina-Timis um dann von dort den Korridor außerhalb zu umfahren und dann wie schon von früher gewohnt, die Ziellinie von außen zu überfahren. Die Straße schlängelt sich mit zahlreichen Kurven durchs Gebirge und wir kommen gut voran. Irgendwie zu gut… welche defekte hatten wir auf dieser Superkarpata eigentlich noch nicht? Richtig! Reifen…. und zack kommt von Harms die Meldung über Funk, das wir doch wohl mal eben rechts ranfahren sollten.

1 16.5. Samstag

Routiniert ist Firemans Volvo schnell entladen um an den tief vergrabenen Hilift und Radmutternschlüssel zu gelangen, alle fassen mit an und so ist der Radwechsel auch ohne lauernde Hütehunde, wie im Jahr 2013, schnell erledigt. Da ohnehin grad das halbe Vorratslager ausgeräumt ist, wird bei Harms auch noch schnell getankt. Danach begeben wir uns wieder auf den Weg zur Ziellinie. Es gibt auf der Karte einen einladenden Weg der schön von unserer Asphaltstraße zur Ziellinie führt, aber es hat keiner mehr Nerven für Experimente. Zum einen ist es zwar enttäuschend, das wir am letzten Tag keinen Kilometer im Gelände zurücklegen konnten, aber man sollte sein Glück auch nicht zu sehr herausfordern.. in einer scharfen Kurve passieren wir die Stelle wo unser Weg einmündet, eine hohe Betonkante blockiert die Durchfahrt…

Wir haben uns wie viele andere Teams scheinbar die gleiche Ortschaft für das Ziellinie überfahren ausgesucht und treffen einige Bekannte Gesichter in einem Dorf, an dessen Namen ich mich nicht erinnere. Wir durchqueren den Ort und fahren ein Stück in die Berge hinauf um dem Reglement genüge zu tun.

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An einer Weggabelung treffen wir auf Lords of Darkness, die aber schon im Aufbruch sind, kurz nach uns treffen Nu Pogodi und Aros ein. Nach einer kurzen Unterhaltung machen wir uns wieder auf den Weg überfahren regelkonform 10.47 Uhr die Ziellinie und treffen unten im Ort noch auf die Dirt-Sissies, bei denen gerade geschraubt wird. Das Lenkgetriebe blockiert zeitweise, das klingt erstmal nicht gut aber es wird uns versichert, das sie alles im Griff haben und so fahren wir weiter in Richtung Timisoara. Einige Kilometer vor Timisoara geht plötzlich Harms Volvo während der Fahrt aus.. die Elektrik läuft eigentlich, Benzin kommt auch an..?? der Spannungswandler vor der Zündspule tut seinen Dienst nicht mehr und wird abgeklemmt, weiter gehts… nach einer Weile können wir die Volvos durch Timisoara fahren, die halbe Stadt ist eine Baustelle. Nach einigen Wendemanövern kommen wir am Ziel und unserem Hotel an.

7 16.5. Samstag

Auf dem gegenüberliegenden bewachten Hotelparkplatz kommt es noch zu einem kurzen Showdown zwischen Firemans Volvo und der übereifrigen Parkplatzschranke, die während Fireman noch schnell durchhuschen will einfach auf unser Dach einschlägt. Im allgemeinen Ankunftstaumel geht dieser Schaden leider unter und gerät vergessen…

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Wir parken neben den Nicis, alle sind irgendwie platt, ganz besonders Julian… der wirkt irgendwie blass… der offensichtliche Grund sind die vier Batterien in Harms Volvo, die fröhlich ausgasen und auch ihre Form nicht behalten konnten.

12 16.5. Samstag              15 16.5. Samstag 11 16.5. Samstag                                    17 16.5. Samstag

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Harms ist im Gegensatz zu seiner ausgelassenen Steffi 3000 sichtlich bedient, geht aber den Ursachen noch auf den Grund und fördert einen kaputten Lichtmaschinenregler zu Tage. Kleines Bauteil gund große Wirkung bzw Schaden…
Ich mache mich nach einer kurzen Gepäckaufundumräumaktion auf ins Hotelzimmer, genieße die Dusche und bedauere denjenigen, der irgendwann mal die Idee hatte, in Hotels weiße Handtücher auszuteilen. Ich dusche eine zweite Runde und siehe da, das zweite Set Handtücher behält schon nahezu seine Farbe.

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Gegen 1700 Uhr haben wir uns vorm Hotel verabredet, nach einer kleinen Weckhilfe von Yankee schaffe ich es nahezu pünktlich einzutreffen. Wir sitzen eine Weile mit den Lords of Darkness bis es eine Etage höher ans Buffet geht.

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Bedrock etepetete …mit Servietten und so…

Nachdem sich alle ausgiebig gestärkt haben, werden „Roadbooks“ verteilt, damit jeder die Lokalität der Abschlussparty finden kann. Wir müssen wenige km durch Timisoaras Innenstadt, die derzeit zu 99% aus Baustelle besteht.

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Der Weg ist schnell gefunden und wir stehen schnell vor einer alten barocken Befestigungsanlage in deren Hof ein modern anmutender Club ansässig ist. Die Verkündung der Ergebnisse findet in einem Tonnengewölbe statt, in dem fast das ganze Starterfeld Platz findet. Bevor die Ergebnisse verkündet werden gibt es im Gegensatz zu den Vorjahren eine kleine Tombola mit Preisen der Hauptsponsoren, bei der keiner leer ausgeht 😉 Team Bedrock gewinnt ein paar Oberklassekopfhörer von AKG.. endlich!! mein Traum wird wahr… keine kleinen Ohrstöpsel mehr… ääähm Moment… ein Paar, neun Köpfe … bei Team Bedrock findet ein Kopf Mobbing gut!

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Partybär

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Nachdem alle Ergebnisse verkündet sind, beginnt der lockere Teil des Abends, diesmal ohne Horden von hübschen jungen Damen. Ich beschließe die Verteidigung unseres 16. Stammplatzes mit einem kleinen Cuba Libre zu feiern, ein grober Fehler… scheinbar wurde die Limette wegen des Lokalkolorits gegen Knoblauch getauscht. Um die geschmacklichen Mängel zu übertünchen möchte ich mir von den NiCi-Mädels etwas Schnaps borgen, die am Nachbartisch mit selbst mitgebrachten Getränken hantieren, aber mein Ansinnen stößt aus taube Ohren 🙂 ist ja auch klar, der Team Spirit Award ist eh schon vergeben :). Nach einer Weile beschließe ich mit Julian in ruhigerer Atmosphäre am Hotel noch ein Bierchen zu trinken und wir machen uns durch die dunklen Gassen auf den Rückweg.

17.5. Sonntag “ Rückreisekatastrophe“

Es steht uns eine weite Heimreise bevor, ein guter Grund früh aufzustehen. Ich treffe Julian im Frühstücksraum am Tisch der Dirt-Sissies, von den anderen Bedrockern ist noch nichts zu sehen. Sehr merkwürdig, das nicht einmal der sonst so bettflüchtige Herr Schmitz am Buffet anzutreffen ist. Egal, gibt es eben mehr Buffet für mich…
Wir müssen noch etwas Zeit überbrücken, bis wir unsere Lkws in einem Gewerbegebiet abholen können. Auf dem Firmengelände, wo die Volvos eine Woche eingelagert waren, wartet eine Überraschung auf uns… keine angenehme… Harms Lkw wurde aufgebrochen, das Radio fehlt und aus dem Tank hat sich auch jemand bedient, nachdem es nicht geklappt hat den Lkw komplett zu stehlen. Die Jungs von der Firma haben nichts bemerkt und können auch nichts zum Tatzeitpunkt beitragen, eine junge Polizistin nimmt sich der Anzeigenaufnahme an. Die Dame hat offensichtlich eine gute flatrate, etwa 3/4 der Zeit wird telefoniert. Der Harms darf zum Abschluss noch mit auf die Wache und bekommt jede Menge Papierkram. Wir lungern zwischenzeitlich gelangweilt auf dem Parkplatz herum nachdem die Volvos reisefertig verladen und verzurrt sind.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit kann es dann endlich losgehen… jeder schnell auf seinen gemütlichen Sitzplatz und los… ach nee!! wir haben ja noch einen Gast für die Heimfahrt dabei. Boris von den Dirt Devils ist mit von der Partie. Da Ole wegen des Turboladerschadens nicht gestartet ist, fehlt Boris nun das Heimreisemobil. So machen wir es uns in Harms Lkw hinten zu viert gemütlich. Die ersten Kilometer geht es noch, aber nach einer Weile stellt sich das Bedürfnis ein, die tauben Glieder irgendwie anders zu positionieren. Ein schwieriges Unterfangen, sobald man sich auch nur minimal bewegt, flutscht ein anderer Körper an die vorher noch durch einen selbst belegte Fläche, ohne jede Chance auf Rückeroberung selbiger.

Wir sind mittlerweile an Budapest vorbei, da fasst sich Monny ein Herz und verlässt unsere Sardinenbüchse. Er will ohnehin mit seinem Motorroller von Wien nach Friesland zurücktouren, da kommt es ihm scheinbar auf ein paar Kilometer mehr auch nicht mehr an. An einer Raststätte wird der Roller abgeladen und zack… weg ist unser Easyrider.

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Harms Lkw hat schon seit einer Weile leichte Tendenzen zum Ölverlust, wo sich anfangs die Inkontinenz noch im Rahmen hielt, haben wir es an der rumänisch-ungarischen Grenze schon mit der Angst zu tun bekommen. Eine kritische Frage mehr durch die diensteifrigen Zöllner und die Beamten hätten in einer kleinen schwarzen Pfütze gestanden. Es besteht Handlungsbedarf, an einer Tankstelle wird der Sache auf den Grund gegangen. Eine Muffe an der Ölzuleitung des Turboladers leckt.

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Boris bekommt an diesem Abend eine Einführung für Fortgeschrittene in Bedrock-Reparaturmanegement, reichlich 2 1/2 Stunden wird mit vereinten Kräften geschraubt. Das Finale übernimmt der Kapitänleutnant Harms höchstpersönlich, autogen löten in Sichtweite der Zapfsäulen. Aber auch dieser letzte Moment von Nervenkitzel hat irgendwann ein Ende und wir können mittlerweile im Dunkeln die Heimreise fortsetzen. Ich verschlafe aus Versehen die Slowakei und werde nur zum Fahrerwechsel wach, Eumel übernimmt tapfer die Nachtschicht durch Tschechien.

 

18.5. Montag “ Immernoch Heimreise“

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Eumel hat es geschafft uns sicher bis Prag zu bringen, auf halbem Weg zur Grenze machen wir Pause und Yankee gibt uns ein Frühstück aus. An dieser Stelle ist es dann auch soweit, ich muss mich von Firemans Lkwbesatzung verabschieden.
Kurz vor der deutschen Grenze überholen uns Nu Pogodi und deuten uns an, bei der nächsten Möglichkeit abzufahren, sie wollen uns den ausgeborgten Hilift zurück geben, praktisch, so müssen die Jungs das Teil nicht bis Friesland mitnehmen.
Wenige Kilometer nach der Grenze ist für mich das diesjährige Abendteuer Superkarpata vorbei, der Harms, der mittlerweile wieder das Steuer in der Hand hat, liefert mich gegen 10.00 Uhr am Wolfsgut ab.

 


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