Superkarpata 2012

Tag 0

Die Geschehnisse dieses Tages entziehen sich meiner Kenntnis, die Teammitglieder aus dem äußersten Norden treffen sich und rollen gemeinsam? nach Bad Braunschweig. Ich stelle mir vor, wie die Steffi mit sorgenvoller Mine und einem spitzenbehäkelten Taschentuch bewaffnet, den Jungs hinterherwinkt.

Nachdem ich als letzter im Team die Festplatte mit den Beweisbildern erhalten habe, muss ich leider feststellen, das sich meine Vorstellung nicht mit der Realität deckt. Aber seht selbst….das Taschentuch kann nicht über die bierseelige Feierlaune hinwegtäuschen.

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Ich bin an diesem Mittwoch lediglich damit beschäftigt mein Gepäck von drei Zargesboxen auf zwei zu reduzieren, weil ich gehört habe, das Yankees Zweitbeifahrer umfangreiches Gepäck mit sich führt.

Tag1

Bei mir steigt die Aufregung langsam merklich und ich bin dankbar, als ich 12.30 endlich in Dresden abgeholt werde. Till bekommt auf dem Weg zur Autobahn eben noch mal schnell die barocke Dresdner Innenstadt vorgeführt.

Kurz vor der tschechischen Grenze beim Vignettenkauf kann ich endlich den Rest des Teams begrüßen.

Vor uns liegt ein langer Weg durch Tschechien, die Slowakei und Österreich. Ärger lässt nicht lange auf sich warten, Firemans Gespann hat laut slowakischer Definition tatsächlich vier Achsen, dadurch braucht sich seine im Voraus bezahlte Maut schneller auf, er ist kurz vorm explodieren.

Bei Herrn Harms wird festgestellt, das er zu viel Benzin in Kanistern mit sich führt, auch er wird zur Kasse gebeten. Zum Glück fällt seine Propanflaschensammlung nicht weiter auf, sonst hätte er uns die nächsten Tage nicht mit seinen Kochkünsten verwöhnen können.

Von den meisten dieser Querelen bekommen wir nicht viel mit, da wir mittlerweile mit Yankees Indianer vorausgefahren sind um auf dem Campingplatz nahe Halbturn unseren Schlafplatz zu sichern.

Kurz nach unserer Ankunft trifft das Team Primavera ein, unsere ganzen Vorräte sind in den anderen Fahrzeugen und zu dem Zeitpunkt noch an der slowakischen Grenze, aber wir werden herzlich eingeladen und müssen nicht verhungern.

Zu unserer und der Freude einiger Dauercamper treffen unsere Fahrzeuge nach 00.00 endlich ein. Es wird noch gegrillt und das Zeltlager aufgebaut, ich denke alle Anderen verziehen sich ebenso müde wie ich, in den Schlafsack.

Tag 2

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Ein ist ein ruhiger und sehr warmer Tag, es werden Kleinigkeiten erledigt. Der Harms tauscht seine Lichtmaschine und lässt die alte gleich von Fred richten. Julez beklebt die Volvos mit Yankees Kurwerbung.

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Langsam treffen einige der anderen Teams ein, ein lustiger, bunter und lauter Haufen Leute.

Viele kennen sich schon von den letztjährigen Veranstaltungen, überall wird gefachsimpelt, Geschichten werden erzählt und die Fahrzeuge gegenseitig begutachtet. So kann man schön Einblick in die Konstruktionen der anderen Teams nehmen.

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Memo an mich selbst…. Seilumlenkung kopieren 😉

Die Franks beschließen die Volvos zum ersten Mal zu betanken, dabei kommt heraus das Yankees Tank am Tankgeber undicht ist, also mal eben schnell den Wagen leerräumen und den neuen Fußboden rausschrauben. Der Fehler ist schnell behoben und der erste Schreck schnell vergessen.

Am Abend wird wieder gegrillt und viel geschwatzt.

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Tag 3

Es wird ernst. Die meisten von uns sind weit vor der vereinbarten Zeit wach und aufgestanden. Aufregung und Vorfreude liegen in der Luft. Unser Konvoi setzt sich nach einem kurzen Frühstück in Richtung Schloss Halbturn in Bewegung.

Dort sammeln sich alle Teams, Aufkleber mit Startnummern und Werbung werden verteilt und auf die Autos geklebt.

Es folgt die Vorstellung der jeweiligen Teams, danach geht es ohne die sonst übliche Sonderprüfung am Start, direkt in die Überführungsetappe. Wir erhalten die Koordinaten eines Campingplatzes in Rumänien bei Arrad, ein Werkzeugset und etwas Verpflegung.

Etwa 5 km nach dem Start ist der Harmssche Volvo vor uns plötzlich in eine graue Wolke gehüllt. Julez, der Fahrer für die Überführung, ist sichtlich schockiert, der gelöste Schlauch oben am Kühler ist schnell wieder aufgesteckt und nachdem etwas Wasser nachgefüllt wurde kann es weitergehen.

Wir durchqueren Ungarn und kommen wieder weit nach 00.00 auf dem Campingplatz an, trotz der unchristlichen Uhrzeit bekommen wir noch etwas Gulasch zu essen. Es wird noch auf den Geburtstag des Kurdirektors angestoßen und das Team G Fender gesellt sich noch mit Zimttequila zu uns, aber ich gehe „zeitig“ schlafen.

Tag4

Jetzt geht es wirklich los…. Direkt nach dem Frühstück gibt es eine Fahrerbesprechung und es beginnt zu regnen…. Wir treffen uns ein Dorf weiter und bekommen nach einiger Wartezeit die Aufgabenstellung für die erste Sonderprüfung mitgeteilt.

Es werden durch auslosen je zwei Teams zusammengeschlossen. Wir sollen uns vorstellen, das in der Mitteletappe bei einem Fahrzeug eine Achse blockiert und sich die Räder nicht mehr drehen. Ein fremdes Team kommt vorbei und hilft, gemeinsam wird eine Abschleppvorrichtung gebaut, weil auf den bekannten Notrufnummern kein durchkommen ist und das Fahrzeug in eine Werkstatt geschleppt werden muss. Um nicht noch mehr Schaden zu machen, darf die blockierte Achse den Boden nicht berühren.

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Wir bekommen Primavera zugelost… nach kurzer Beratung geht es los Baumstämme werden reserviert und zum Bauplatz gebracht… Die Kettensäge heult auf, der Akkuschrauber treibt dicke Schrauben ins Holz, unsere Handwerker konstruieren wild drauf los, hier und da wird nachgebessert und umgebaut. Das Konstrukt ist gewagt, erfüllt aber seinen Zweck. Unser Gespann bezwingt die Teststrecke entlang eines Baches, der zweimal durchquert werden muss und wir bekommen die ersehnte Zeitgutschrift.

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Trotz des anhaltenden Regens war das Arbeiten mit Primavera entspannt, es wurde gemeinsam Kaffee getrunken und die mittlerweile berüchtigte Süßkramtüte geplündert.

 

Im Anschluss erhielten wir endlich die Karten mit den Korridordaten und einen Pfeil. Danach  ging es, während unser Trailerfahrzeuge an ihren Standplatz gebracht wurden, an eine erste Planung wie der Korridor zu bewältigen sei.

Wir starten am frühen Nachmittag in den Korridor und versuchen mehrere verschiedene Aufstiege, die entweder nicht fahrbar oder mittlerweile von anderen Teams verstopft sind.

Wir kommen am Team Greenhorn vorbei, später erfahren wir, dass die SK für sie an dieser Stelle leider vorbei war.

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der übliche Dacia, wo wir nur mit schwerem Geländewagen hinkommen…..   ::) dieses Phänomen begleitet uns durch die Karpaten, wir kämpfen uns mit schwerem Gerät kaum befahrbare Wege hoch und oben steht dann zu unserer Überraschung zum Beispiel ein Campinganhänger …

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Volvobergabschubsen für Anfänger

Mit dem Team Impulsus finden wir einen Durchstieg über den ersten Berg, bei dem es auf der anderen Seite einen Holzrückeweg hinab geht. Wir bekommen zu ersten Mal eine Ahnung was uns erwartet…. Bei Stefan verhakt sich eine Schwimmernadel und das Benzin sprudelt fröhlich in den Luftfilterkasten, er kann nicht mehr starten und so schubsen wir ihn an unsere Winde angebunden den Berg hinunter. Jeder Volvo hat auf der ersten Abfahrt seinen ersten Spiegel eingebüßt. Wir kommen an alten Bauernblockhäusern vorbei und suchen langsam nach unserem ersten Nachtlager.

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Wir finden eine kleine Wiese an einem Bach in einem kleinen Tal. Stefan kocht uns Nudelpfanne mit Gemüse.

… mit extra Paprika für den Kurdirektor…

Tag5

Wir starten gegen 08.00 und legen ein paar Meter in einem Bachbett zurück. Erst kommen wir ganz gut voran und müssen nur kurz an einem lehmigen Aufstieg die Winden verwenden. Wir treffen wie am ersten Tag immer wieder auf andere Teams, die sich ähnlich wie wir den Weg suchen. Die meisten Wege im Korridor verlaufen quer zu unserer Fahrtrichtung, es geht nur schleppend voran. Wir kämpfen uns durch ein Waldgebiet in dem viele Holzfäller unterwegs sind… entsprechend sind viele Wege von deren Schleppern zerfahren.

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Julez kann noch Späße machen.

no comment….

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Eumel holt mal schnell was vom Dach….

Julez schneidet uns mit der Kettensäge einen neuen Weg frei, aber die Mühe war vergebens, da mitterweile ein anderer Weg begutachtet und für besser eingestuft wurde. Nach einem kurzen Windeneinsatz stehen wir ohne Anzeichen eines Weges mitten im Nichts. Während wir ausschwärmen um eine Richtung festzulegen kommt ein knatterndes Motorgeräusch näher, wir glauben erst das es Holzfäller sein könnten…  sekundenspäter hält uns ein Reporterteam der Sk ein Mikrofon vor die Nase, wir sind zu verblüfft um würdige Statements abzugeben.

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Es regnet mittlerweile den ganzen Tag und wir kämpfen uns einen Berg hinab, der Weg geht erst relativ gut aber beim Erkunden stellen wir fest, das die letzte Serpentine einem kleinen Bergrutsch zum Opfer gefallen ist. Eigentlich ist die Stelle unfahrbar, die andere Option wäre den Berg ohne Wendemöglichkeit wieder hochzufahren…. Also sichern wir die Volvos bestmöglich mit den Seilwinden und buddeln im Dauerregen um die Stelle wenigsten halbwegs passierbar zu machen.

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Ich denke unsere Fahrer haben sich dort für die TrucktrialWM qualifiziert.

Wir verlassen kurz den Korridor um nachzutanken, danach versuchen wir erneut in einem Bachbett unser Glück, kehren aber um, weil der Platz zum übernachten zu ungemütlich scheint. Stefan fährt sich auf den letzten Metern noch einen Reifen platt, kocht uns aber trotzdem tapfer Königsberger Klopse mit Reis.

Wir sehen noch wie das Team Saurer in das gleiche Bachbett einfährt, aber ihnen fehlt scheinbar die Zeit auf unsere Wiese zurückzukehren. So haben wir alle dort ansässigen Mücken für uns alleine.

Tag 6

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Wir frühstücken relativ lange, die Stimmung ist wegen des anhaltenden Regens nahezu im Keller. Tills Airlodge wird in Wasserschloss umgetauft. Yankees und Eumels Zelt war auch nicht besonders wasserfest.

Gegen 10.30 starten wir wieder und überholen Impulsus, denen wir auf den folgenden sehr schlammigen Wegen, denkbar schlechte Bedingungen hinterlassen. Unsere Navigatoren mogeln uns an einer Insel im Korridor so nah vorbei, das man die blaue Wand deutlich sehen kann. Danach entschließen wir uns einige KM außerhalb zu fahren, ich bin erschöpft und schlafe heimlich.

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Blick vom Checkpoint

Abends finden wir in der Nähe eines Dorfes eine Ruine neben einem Steinbruch. Der Vorteil ist, wir haben eine Art festes Dach überm Kopf und die Zelte werden nicht überbeansprucht, der Nachteil ist, das dieses Gebäude vorübergehend als Schaf-Ziegen-Kuhstall genutzt wurde….

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Nach einer kurzen Grobreinigung konnte man über diesen Mangel hinwegsehen, die zunehmende Verrohung gegenüber allgemeinen Hygienebedürfnissen tat ihr übriges.

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..Till sammelt wie jeden Abend die Kameras ein und verarbeitet die Bilder

Nachdem das Lager hergerichtet war, widmete ich mich mit Julez der zweiten Sonderaufgabe. Wir sollten eine Abschussvorrichtung für den am Start überreichten Pfeil bauen… also mit etwas zu viel Ehrgeiz ans Werk, Bogen schnitzen… Julezs Bogen bricht leider bei den ersten Biegeversuchen, meiner hält halbwegs stand.

Stefan kocht uns Gulasch mit Nudeln und mit nem Dach überm Kopf steigt die Laune wieder etwas.

Tag 7

Wir haben nicht mehr viel Fahrzeit übrig und so überfahren wir den Reglement entsprechend die Ziellinie von hinten, warten etwas ab, andere Teams gesellen sich zu uns… wir kommen pünktlich im Ziel an und sind froh das die erste Etappe hinter uns liegt. Um unsere Vorräte aufzufrischen und zu tanken fahren wir in die nächste große Ortschaft. An der ersten Tankstelle bekommen wir kein Benzin also fahren wir weiter zur nächsten, ich genieße seit fast einer Woche den sanitären Luxus, an der nächsten Tanke und stelle fest, das ich die Funktionen der Bedienelemente noch nicht vergessen habe.

Nebenan ist eine Autowaschanlage wo eigentlich nur kurz Firemans Portale und die Lenkung gespült werden sollen… der Aktionismus des Angestellten ist kaum zu bremsen und so wird das ganze Auto blitzeblank gewaschen, inklusive aller Türschlitze… und meines Schlafsackes der hinter einer der Laderaumtüren zu trocknen ausgebreitet ist.

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Wieder im Camp suchen wir uns einen Platz auf einer Obstplantage neben den Sissies Reloaded, unweit unseres Schlafplatzes kann man Überreste einer römischen Siedlung begutachten. Es gibt eine Führung vorbei an Fundamenten und Säulenstümpfen. Mich als Steinmetz begeistert an solchen Zeugnissen immer wieder wie deutlich man noch Reste von Bearbeitungsspuren entdecken und deuten kann, da Jahrtausende später noch die gleichen Werkzeuge verwendet werden.

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Am späten Nachmittag geht es in die Reste des Amphitheaters, wir wohnen einer Schaukampfdarbietung der Gruppe Terra Dacica Aeterna bei. Erst werden verschiedene Waffen und Rüstungstypen vorgestellt, danach kämpfen Draker gegen Römer.

Das Ganze fand natürlich bei einem angemessenen Dauerregen statt, glücklicherweise konnten wir in unseren Superoutdoorfunktionsklamotten dem Wetter trotzen. Ganz im Gegensatz zu den drakischen Bogenschützinnen, die sich in wollene Umhänge hüllen mussten.

Dann kamen die selbst gebauten Bögen zum Einsatz, nachdem ich meinem noch eine Sehne aus einer Ranke im Gebüsch nebenan verpasst hatte, hielt er noch genau 2-3 Probeschüssen stand. Ich musste mit ansehen wie die simpelsten Stockbögen funktioniert haben. Allerdings konnten sich die wenigsten Teams Bonuszeiten erschießen, denn es galt auf etwa 15-20 m ein Ziel zu treffen, was den wenigsten gelang. So stand mehr der Spaß an der Sache im Vordergrund.

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 Abends gab es Essen und reichlich Freigetränke von der Orga anschließend wurden die Zwischenergebnisse bekanntgegeben. Für uns gab es einen überraschenden 13. Platz.


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Genau wie bei uns, sind auch bei anderen Teams kleinere Reparaturen fällig. Bei den Landroverfahrern gerne diverse Antriebsteile,wie bei den Sissies zum Beispiel ein Differential. Bei uns ist lediglich Stefans  Reserveradhalter von der Schubsaktion am ersten Tag etwas mitgenommen.

Tag 8

Die Fahrerbesprechung zieht sich hin, wahrscheinlich will Georg M. H. warten bis es wieder richtig regnet. Die neuen Korridorkarten werden ausgegeben, wir starten und suchen erstmal einen Platz zum auswerten und Vorausplanen.

Auf Tills 3D Karte sieht der Einstieg in den Korridor richtig fies aus, auf den ersten Metern bewahrheitet sich das auch in natura als ziemlich unangenehm.

Obwohl der Weg erstmal ziemlich gut aussieht birgt er starke Seitenneigungen und enge Serpentinen. Yankee kämpft sich den Berg hoch und rutscht seitlich in eine Abflussrinne, er schiebt sich wie gewohnt an der Böschung entlang, in der sich hinter Moos versteckt eine ziemlich massive Wurzel versteckt, die den oberen Teil seiner Frontscheibe eindrückt.

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Yankee hat sich ein eklig klebriges Spinnennetz eingefangen.

Die Laune im Team ist frostig. Wir schrauben uns Höhenmeter um Höhenmeter höher bis auf 1700 m … und stecken zwischen Ziegen, Schafen und Nebel fest.

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ich trau mich wegen einer Warnung des alten Schweden, vor den Hütehunden nicht aus dem Auto….

Wir überqueren ein Hochplateau auf dem vereinzelt Schneereste ebenso wie wir auf Sonne warten. Es nagt am Wohlbefinden, das man an einem atemberaubenden Panorama vorbeifährt, ohne das geringste zu sehen. Die Abfahrt gestaltet sich wieder als Trucktrial durch ein Mittelding zwischen Bachbett und Geröllhalde. Stefan büßt seine Beifahrerscheibe ein, kaum zu glauben, das die Stimmung noch weiter sinken kann. Fireman hat mittlerweile keinen Öldruck mehr. Supergau???

Bei einer Rast wird Firemans Öldruckgeber neu abgedichtet und Julez und ich bauen die kleine Seitenscheibe beim Herrn Harms fachmännisch wieder ein.

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Kaum sind wir von dem einen Berg runter müssen wir den nächsten auf schlammigen Serpentinen wieder hoch.

Oben an einer Wiese warten zwei Bauern auf uns und meinen das der Weg privat wäre. Die Wiese sieht ziemlich zerpflügt aus. Ratlosigkeit… wir versuchen es mit Bestechung, bieten den Werkzeugkasten und lächerlicherweise Vodka an. Der Bauer besteht auf 50€ „Maut“ je Fahrzeug. Fireman entrichtet nach zähem Gerangel 110,-

 …das gab bei der Siegerfeier einen ziemlichen Anranzer von Georg, da dies nicht mit der Philosophie der Veranstaltung vereinbar sei….

Reichlich gefrustet suchen wir uns ein Nachtlager. Stefan kocht uns eine Wurstpfanne mit Kartoffelpü und es gibt Hirtensalat mit einem unglaublich guten Schafs(oder irgendwas)-Käse.

Es regnet natürlich die ganze Zeit, aber dank unserem Pyromanen Julez haben wir ein Lagerfeuer.

Tag 9

 

Wir starten nach einem Frühstück mit Rührei und Speck frohen Mutes, wir sind sehr nah an einer Strasse, auf der wir viele Km im Korridor gut machen können…außerdem regnet es nicht, die Wolken reißen auf und wir haben endlich mal etwas Aussicht auf die umliegenden Berge, Kühe ziehen an unseren Zelten vorbei unsere Straße ist in Sichtweite, man sieht die Spielzeugautos unten im Tal hin und herfahren.

Wir machen uns an die Abfahrt, über steile Wiesen geht es abwärts. Weit vor uns erkennen wir das Team Primavera, ich wundere mich noch über den blöden Schlafplatz am Hang. Ich bin kurz davor auszusteigen um den Weidenzaun vor uns zu öffnen, Primavera winkt uns zu, ab da brauche ich das Tor nicht mehr öffnen…. Mittlerweile sind wir durch das Tor gerutscht

Primavera winkt glaub ich immer noch, inzwischen kann man auch das Gesicht erkennen .. er freut sich nicht! Wir sind etwa 60-70m Wiese runtergerutscht kurz vor dem Landrover von Primavera in einem Birkenstreifen eingeschlagen. Der Käfig ist verbogen, hat aber gehalten und keinem von uns ist etwas passiert.

Wir erfahren das der Bauer unten den Weg nicht freigeben will, also müssen wir den Berg wieder hoch. Wir helfen erst Marc und seinem Beifahrer dann machen wir uns daran Fireman den Berg hochzubekommen insgesamt verbringen wir 5 Stunden wertvolle Fahrzeit mit Berghochwinchen… die Laune ist wieder mal gedämpft.

Im laufe des Morgens kamen uns zwei Jungs entgegen, die beiden begleiteten uns später ein Stück Weg in die nächste Stadt Petrosani, wir entschließen uns die Scheiben zu lassen wie sie sind, schenken den Jungs das Werkzeugset und nach vorzeigen ihrer Ausweise eine Flasche Vodka.

Wir versuchen trotz Allem so viele KM im Korridor zurückzulegen finden eine gute Passstrasse, oben natürlich wieder ohne Aussicht. Am späten Nachmittag finden wir eine Forststrasse, die den Korridor schräg schneidet und gut fahrbar ist. Die Strasse ist optisch der schönste Teil der Sk, es ist trocken und die Sonne scheint. Wir fahren durch ein breites Tal mit Bach und einzelnen riesigen Blockhäusern.

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freilaufendes Getier

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überall

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…in allen Größen

In der Dämmerung stoßen wir auf ein Camp von Black Magic, Primavera und noch einem Team. Wir drängen uns irgendwie dazwischen, der Platz am Bach ist arg beschränkt aber es passt. Nach s o laaanger Zeit in der Wildnis freuen wir uns über sozialen Kontakt..p class=“MsoNormal“. wie man unschwer erkennen kann…

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Stefans Küche wird mit Waffelboards in den Schlamm gezaubert, für diese  Mühe belohnt er uns mit Rahmgeschnetzelten und Reis…. Den anderen Teams tropft nach einer Woche Tütensuppe der Zahn… als es dann noch Schokopudding mit Vanillesoße gibt, haben wir endgültig den Stempel Luxusreisegruppe. Wir haben wie immer reichlich und teilen natürlich.

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ein Teil der Primaveren

Tag 10

Wie beim letzten Mal durchfahren wir die Ziellinie wieder von hinten, wir machen eine letzte  kleine Offroadkaffeepause und machen uns auf in Richtung Ziel in Hermannstadt/ Sibiu.

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Im Hotel angekommen werden erstmal die Duschen heimgesucht und etwas geruht.

Der Hunger treibt uns in die Innenstadt und wir bleiben in einem Restaurant bei einer spitzbübischen Kellnerin hängen.

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Wenig später gibt’s im Hotel ein Buffet für alle Teams und die Ankündigung wo die Siegerfeier stattfinden wird, wir bekommen Stadtpläne ausgeteilt und wollen uns auf den Weg machen. 50m vom Hotel entfernt ereilt uns ein unglaublicher Wolkenbruch… wie sollte es auch anders sein, wenn Georg M.H. uns irgendwo hinschickt, da bleibt nix trocken.

Mittlerweile unempfänglich für die Gemeinheiten des rumänischen Wetters trocken wir in einem Oldiepub, lösen den einen oder anderen Getränkegutschein ein, feiern natürlich mit Primavera und den anderen…

Achso wir sind immer noch 13. ….

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das so oft erwähnte Team Primavera

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an der Zielline…. rot rechts im Bild….

Tag 11

Frisch und ausgeruht geht es an die Heimreise. Wir müssen zuerst unsere Trailerfahrzeuge abholen es geht viele KM über Asphalt… aber dann Waldwege????   Ooooaar nöööö , das kann doch nicht wahr sein… haben die Jungs immer noch nicht genug?

Wir verladen die Volvos auf die Lkws und nur noch 1000 km bei 80km/h trennen uns von der Heimat. Wir fahren im Schichtbetrieb.

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Fedima mit Beulenpest

Tag 12

Ich komme auf Grund der hervorragenden geographischen Lage meiner Heimatstadt als erster zu Hause an.

Tag 13

Die Nordlichter sollten langsam auch zu Hause angekommen sein?


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